Damenjacke KÄTHE nähen/ Gastbeitrag von Johanna

Du wolltest schon immer mal eine Jacke für dich nähen? Hast aber NIE den richtigen Schnitt oder Mut gefunden anzufangen? „Den Jacken nähen ist so schwer??“ Schnittmuster KÄTHE kommt mit einer sehr ausführlichen Nähanleitung und ist Schritt für Schritt bebildert. Johanna zeigt ihn ihrem Gastbeitrag wie einfach eine Damenjacke zu nähen ist und wie variabel der Schnitt ist, wenn man Lust hat sich kreativ auszuleben.


Gastbeitrag von Johanna…

KÄTHE hatte ich schon lange im Kopf, sogar den Stoff dafür besorgt, einen wunderbaren Feincord. Aber wie es mit der ZEIT im Moment ist wissen wir alle, es kam immer etwas dazwischen und mir fehlte lange der Elan sich an eine Jacke zu setzten. Als schließlich der Aufruf für die „Blog Challange“ kam, war klar ich möchte endlich meine KÄTHE nähen. Das war der Schubser den ich noch gebraucht habe. Meine Jacke sollte in der langen Variante mit langen Ärmeln entstehen.

Ein Einblick in meine Nähschritte…

Bild 1
So recht konnte ich mich für die Optik der Taschen nicht entscheiden und hatte dann die Idee Käthe als Wendejacke zu nähen, aus 2 Stoffen. Doch als das Nesselstück fertig war, wurde mir klar: dafür ist der Schnitt nicht konzipiert. Gerade für Webwareschnitte ist ein Nesselstück, also ein Probenähstück, total wichtig. Ich habe dabei spontan mit den Ärmeln begonnen und glatt die seitlichen Rückenteile statt der Ärmel- Rückseiten an die Ärmel genäht. Die Schnittteile sind sich sehr ähnlich.

Bild 2
In der Anleitung werden Naht-Techniken ganz toll erklärt. Und ich habe schon beim Probestück
Kappnähte geübt. So sieht mein Nesselstück aus.

Bild 3
Allerdings etwas zu übereifrig. An den Armkugeln ist das nicht ratsam, da hier eine Kante von
Schulter zu Arm entstehen muss und der Stoff dann spannt. Um auch an diesen Stellen von Innen
schöne Nähte zu haben, macht sich die französische Naht besser, die ebenfalls in der Anleitung
erklärt wird. Auch für die Seitennaht, die vom Ärmelbeginn über die Achsel zum unteren Jackenrand
verläuft eignet sich eine französische Naht besser. Der Moment, wenn ich solche Seitennähte
schließe, ist für mich der magische Geburtsmoment bei Oberbekleidung. Denn damit wird es zu
einem tragbaren Kleidungsstück.

Bild 4
Zunächst habe ich die Seitennähte nur mit einem Geradstich zusammengenäht und mit der Overlock
versäubert, da ich Eingrifftaschen geplant hab. Nach der ersten Anprobe fand ich jedoch, dass diese
in der Hüfte zu sehr auftragen. An das Vorderteil steppen wollte ich sie auch nicht. Insgesamt war die
ganze Jacke aus Cord nun viel größer/breiter als das Nesselstück.

Der Feincord hat sich einfach gedehnt bei der Verarbeitung. Ich war enttäuscht, habe versucht
Abnäher einzufügen, auch das war keine Lösung. Somit habe ich die Jacke wieder zerlegt. Die
Seitennähte aufgeschnitten und die Ärmel rausgetrennt. Ihr seht, mir war es sehr wichtig, das ich die Jacke lange und glücklich tragen kann. 🙂

Bild 5
Die Knopfleiste hatte ich da bereits fertig mit Paspelknopflöchern in abgesetzter Farbe. Das passt toll zu Käthe und ist gar nicht so schwer, ich finde sie fast einfacher zu nähen als „richtige“ Knopflöcher.

Bild 6
So kam mir spontan die Idee für eine andere Taschenlösung: Paspeltaschen mit schrägem Eingriff, das greift die Optik der Knopflöcher nochmal auf. Die Position der Schlitze und die Taschenbeutel habe ich einfach mit einem A4 Blatt konstituiert.

Bild 7

Die türkise Paspel habe ich noch ein drittes Mal an den Ärmelsäumen umgesetzt. Damit entsteht ebenfalls ein sauberer Abschluss und ein „Lagenlook“.

Bild 8
Statt eines Bindegürtels habe ich einen Rückengurt genäht, der hinten geknöpft werden kann. Die tollen Holzknöpfe fertigt Yvonnes Mann von Hand und sie passen perfekt zu meiner Käthe. Auf den Bildern trage ich Käthe übrigens zu Raja und Silja, alle Schnitte passen hervorragend zusammen.

So sieht meine wunderschöne KÄTHE getragen aus. 😊


Johanna, stelle dich noch kurz vor!

Ich bin Johanna 37 Jahre alt, Mama von 2 Kindern und Teilzeit berufstätig als Psychotherapeutin. Fürs
Nähen brenne ich seit meiner Kindheit, zunächst nur von Hand. Dann habe ich nach und nach immer
wieder die Maschine meiner Mama gekapert. Eins der ersten Projekte an der Nähmaschine war ein
Pippi Langstrumpf Kostüm. Schließlich hat meine Oma mir eine discounter-Maschine geschenkt. Mit
der habe ich auch mein Abiballkleid genäht, ganz ohne Schnittmuster. Oft habe ich Schnitte von gutsitzenden Kleidungsstücken abgenommen. So habe ich ab und an mal genäht. Richtig intensiv hat
es mich mit Geburt meines Sohnes gepackt. Es gab einfach keine schöne Kleidung für Jungs zu
kaufen. Meist nur in dunklen Farben. Dann kam auch ab und an was für mich dazu. Irgendwann habe ich sogar Schuhe genäht. Auf meine ersten Schuhe war ich so stolz, dass ich sie vielen Leuten zeigen wollte und meinen Instagram Account gestartet hab. Seither lasse ich mich dort gern inspirieren und tausche mich angeregt mit vielen kreativen Menschen aus.

Ihr findet mich unter @jo.naeht.fin

Vielen lieben Dank Johanna für den wunderschönen Einblick in deine Nähwelt 💛


Hast du Lust bekommen dir auch eine KÄTHE zu nähen?

Nichts wie los! Möchtest du dich noch mehr inspirieren lassen? Ein Lookbook aus dem Probenähen findest du hier.

Hier geht es zum Shop.

Viel Spaß am Nähen

Eure Yvonne 💙


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